Category Archives: Einrichtungen

Musikraum (Idee)

Dieses Zimmer lädt ein, alleine oder als Gruppe zu musizieren. Durch seine Lage und Schalldämpfung ist garantiert, auch zu Unzeiten keine Nachbar:innen zu stören. Es ist ausgerüstet mit einem Grundstock an Instrumenten (z.B. Schlagzeug). Evtl. ermöglicht sogar eine kleine Studio-Einrichtung einfache Aufnahmen.

Sharing-Board (Idee)

Das Sharing-Board ist simpel, aber äusserst hilfreich. Als Schwarzes Brett und/oder online bietet es eine Plattform für die Bewohner:innen. Sie sind angehalten, dort aussergewöhnliche Geräte in ihrem Besitz (z.B. ein Raclette-Öfeli) oder besondere Kompetenzen (z.B. Computer-Probleme lösen) aufzulisten. So wissen alle, wen sie bei Bedarf um einen Gefallen bitten können. Niemand muss alles besitzen oder alles können – denn beim Wohnnetz hat man Zugang zu einem grossen, teilenden Netzwerk!

Versorgungsbasis (Idee)

Die Versorgungsbasis des Wohnnetzes bietet Grundnahrungsmittel und wichtige Haushaltsartikel an. Dabei unterscheidet sie sich durch folgende Aspekte von einem gewöhnlichen Laden:

  • Umwelt- und Sozialstandards: Als Konsument:in kann man sich sicher sein, dass die angebotenen Produkte nicht durch Ausbeutung von Natur und Arbeiter:innen stattfand. Das mühsame Kämpfen durch den Label-Dschungel entfällt also.
  • Mengenvorteil und Reduktion des Verpackungsabfalls: Das Angebot ist grundsätzlich unverpackt. Abfüllen kann man in eigene Mehrweg-Behälter oder in solche der Versorgungsbasis mit Pfand. Durch die grösseren Einkaufsmengen (z.B. ein 25-Liter Kanister Olivenöl statt einzelne 0,5-Liter-Flaschen) ist das Angebot vergleichsweise günstig. Der Grund warum dies in einigen derartigen Läden nicht der Fall ist, liegt auch an deren Hipster-Ästhetik – im Gegensatz dazu ist die Versorgungsbasis auf Effizienz ausgelegt.
  • Kein Foodwaste: Verderbliche Artikel werden gegen Ende ihrer Haltbarkeit konsequent heruntergeschrieben oder notfalls verschenkt, sodass keine Lebensmittelverschwendung entsteht.
  • Vertragslandwirtschaft: Das Wohnnetz schliesst einen direkten Abnahmevertrag mit einem Bio-Bauernhof ab. Dieser beliefert die Versorgungsbasis wöchentlich mit Körben, die ein regionales und saisonales Angebot an Gemüse und Früchten enthalten. Die Haushalte können ihren Korb nun hier abholen kommen – ein schon lange erfolgreiches System.

Ein solches Konzept hat erfahrensgemäss seine Mühe in Konkurrenz zu den bequemen Billigprodukten der Grossverteiler – so zieht z.B. die Tageswoche zu den ersten Versuchen in Basel ein ernnüchterndes Fazit. Deshalb wird beim Wohnnetz allen Bewohner:innen mit der Miete ein gewisser Fixbetrag verrechnet, den Sie als Gutschein in der Versorgungsbasis einsetzen können – sozusagen als finanzieller Anreiz, einen Teil ihrer Grundversorgung nach den Idealen des Wohnnetzes zu decken.